| Frühling
Ein langer kalter Winter,
verhinderte die Kraft,
die lang´ im Boden ruhte
und unglaubliches erschafft.
Ein einziger Sonnenstrahl
brennt sich durch den Schnee
Es dauert nicht mehr lange
bis ich das Wunder seh.
Wo vormals nackte Äste
kein Leben mehr zu spüren
Entspringt nun neue Stärke
um durchs neue Jahr zu führen.
Das Wunder was passierte,
was nicht zu erwarten war
Je kälter auch der Winter,
desto schöner wird das Jahr. |
Herbst
Ich laufe durch die Sraßen,
der Regen peitscht mir ins Gesicht.
Dass meine Augen weinten,
sieht man deshalb nicht.
Die Wolken hüllen mich in´s Dunkel
leeren nun ihr volles Fass.
Niemand bemerkt mich, und
auch nicht diesen tiefen Hass.
Der Regen kalt und nass
legt sich auf meine Haut.
In diesen bitt´ren Stunden
ist Kälte mir vertraut.
Niemand hält mich auf
und niemand steht mir bei.
Die Wolken ziehn vorüber,
doch mein Herz ist entzwei. |
| Sommer
Alle Wege fallen schwer
hoch am Himmel steht die Glut
alle Wünsche sind davon
und im Herz nun Wut
Brennend steigt die Hitze auf
kommt von außen und von innen
der Körper trocknet aus
der Verstand längst von Sinnen
Irgendwann ist alles weg
Irgendwann ist man verbrannt
Irgendwann hat man die alte Kraft
Irgendwann hat man was erkannt. |
Winter
Ich schau durch die Fenster und sehe nicht viel
Getrübt ist mein Blick, kaum sichtbar mein Ziel
Die Eisblumen versperren fast gänzlich die Sicht
Ich reibe von innen, doch sie verschwinden nicht
Sie kamen nicht plötzlich, nicht über Nacht
Sie waren längst da, als ich noch nicht erwacht
Die Wärme des Raumes beschlägt an den Scheiben
Doch die Eisblumen sie bleiben, sie bleiben
Ich stehe da, drück ans Fenster mein Herz
Die Kälte ergreift mich, unbeschreibbarer Schmerz
Steh viel zu lange da, meine Stimmung fällt
Warte auf den Frühling der meine Tage erhellt |